NSU-Prozess: Nebenkläger existiert gar nicht?

Einem Bericht von SPIEGEL ONLINE zufolge soll ein vermeintliches Opfer eines NSU-Nagelbombenattentats in Köln überhaupt nicht existent sein.

Rechtsanwalt Ralph Wilms, der Meral K. als Nebenklagevertreter beigeordnet war, erklärte, die Existenz von Frau K. sei von einem anderen Nebenkläger nur vorgetäuscht worden. Offenbar wurde Meral K. aufgrund eines ärztlichen Attests zur Nebenklage zugelassen, das möglicherweise nicht echt ist.

Die Merkwürdigkeiten um die Nebenklägerin Meral K. hatten zuletzt bei Richter Götzl für Unstimmigkeiten geführt. Obwohl K. mehrfach als Zeugin geladen war, erschien sie nie vor Gericht. Mal habe sie einen Flug aus der Türkei verpasst. Ein anderes Mal sei sie auf dem Weg zum Gericht zusammengebrochen.

Wilms hat inzwischen sein Mandat niedergelegt und das Oberlandesgericht (OLG) München um seine Entbindung gebeten. Er räumte ein, für die Vermittlung des Mandats eine nicht unbeachtliche Provision gezahlt zu haben.

Die Fehler bei der Zulassung zur Nebenklage könnten mit Blick auf eine mögliche Revision noch interessant werden.

By | 2017-10-22T17:33:49+00:00 Oktober 2nd, 2015|Tags: , , |0 Comments

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