Als Heranwachsende werden Beschuldigte bezeichnet, die zur Tatzeit das 18. Lebensjahr, aber noch nicht das 21. Lebensjahr vollendet haben (§ 1 Abs. 2 JGG). Maßgeblich ist dabei das Alter des Beschuldigten zur Tatzeit, und nicht das Alter zum Zeitpunkt der Verhandlung bzw. Verurteilung.

Auf Heranwachsende kann das Jugendstrafrecht angewendet werden, wenn es sich um eine jugendtypische Tat handelt und der Beschuldigte in seiner Reifeentwicklung noch einem Jugendlichen gleich steht.

Da es allein auf das Alter zum Tatzeitpunkt ankommt, ist es möglich, dass auch gegen Personen, die zur Urteilsverkündung älter als 21 Jahre sind, das Jugendstrafrecht angewendet wird.

Für Heranwachsende gilt das Jugendgerichtsgesetz (JGG).

Der Heranwachsende ist in strafrechtlicher Hinsicht daher zu unterschieden von:

  • Jugendliche
  • Erwachsene
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