Mord

Der § 211 StGB enthält die wohl allgemeinhin bekannteste Straftat: Mord. Der Mordparagraph lautet folgendermaßen:

(1) Der Mörder wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe bestraft.
(2) Mörder ist, wer
aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen,
heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder
um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken,
einen Menschen tötet.
Ob § 211 StGB ein eigener Tatbestand ist oder „nur“ eine Qualifikation des Totschlags (§ 212 StGB) darstellt, ist hochgradig umstritten und kann gerade bei Teilnahmekonstellationen zu unterschiedlichen Ergebnissen führen.
Mord verjährt nicht! Auch Straftaten unterliegen grundsätzlich der Verjährung. Ist eine Tat verjährt, schließt dies die Ahndung der Tat aus. Irgendwann soll selbst bei Straftaten wieder Rechtsfrieden herrschen. Die Ausnahme nennt § 78 Abs. 2 StGB:
Verbrechen nach § 211 (Mord) verjähren nicht.

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