Störung der Religionsausübung

Störung der Religionsausübung – § 167 StGB

Das Strafgesetzbuch regelt die Störung der Religionsausübung in § 167 StGB. In dieser Vorschrift steht:

1) Wer

  1. den Gottesdienst oder eine gottesdienstliche Handlung einer im Inland bestehenden Kirche oder anderen Religionsgesellschaft absichtlich und in grober Weise stört oder
  2. an einem Ort, der dem Gottesdienst einer solchen Religionsgesellschaft gewidmet ist, beschimpfenden Unfug verübt,

wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Strafe

Die Straftat wird mit einer Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren geahndet.

Wie hoch die Strafe ausfällt, hängt von den Einzelheiten der Tat, insbesondere der Intensität der Störung, ab. Genauso spielt das Nachtatverhalten, also etwa einer Entschuldigung, einer Aussöhnung oder einer Schadenswiedergutmachung eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Bei der Strafzumessung wird nicht zuletzt das Vorstrafenregister und eine Sozialprognose mit Blick auf etwa familiäre und berufliche Verhältnisse mit einbezogen.

Verjährung

Die Störung der Religionsausübung verjährt nach § 78 Abs. 3 Nr. 4 StGB nach 5 Jahren.

Anzeige wegen Störung der Religionsausübung

Ihnen wird eine Straftat nach § 167 StGB vorgeworfen. Sie haben eine Anzeige, also eine Vorladung, einen Strafbefehl oder eine Anklage erhalten?

Der Tatvorwurf der Störung der Religionsausübung sollte nicht unterschätzt werden. Es drohen erhebliche Strafen und einschneidende persönliche Nachteile.

Die Kanzlei KUJUS Strafverteidigung ist ausschließlich im Strafrecht tätig und auf die Strafverteidigung spezialisiert. Gern stehen wir Ihnen im gesamten Strafverfahren zur Seite.

 

Menü schließen