Verschaffen von falschen amtlichen Ausweisen

Im deutschen Strafrecht ist auch das Verschaffen von falschen amtlichen Ausweisen mit Strafe bedroht. Die Strafbarkeit regelt dabei § 276 StGB. Diese Vorschrift besagt:

(1) Wer einen unechten oder verfälschten amtlichen Ausweis oder einen amtlichen Ausweis, der eine falsche Beurkundung der in den §§ 271 und 348 bezeichneten Art enthält,

1. einzuführen oder auszuführen unternimmt oder

2. in der Absicht, dessen Gebrauch zur Täuschung im Rechtsverkehr zu ermöglichen, sich oder einem anderen verschafft, verwahrt oder einem anderen überläßt,

wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Handelt der Täter gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Bande, die sich zur fortgesetzten Begehung von Straftaten nach Absatz 1 verbunden hat, so ist die Strafe Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren.
Zu beachten ist, dass die Vorschrift gemäß § 276a StGB auch für aufenthaltsrechtliche Papiere und Fahrzeugpapiere gilt.

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