Erfahrungen & Bewertungen zu Rechtsanwalt Kujus

Hausdurchsuchung

Bei Ihnen hat eine Hausdurchsuchung stattgefunden?

Eine Durchsuchung ist für die Betroffenen ein einschneidendes Erlebnis. Die Polizei ist nicht gerade zimperlich und verschafft sich notfalls auch gewaltsam Zugang zur Wohnung.

Wir stehen Ihnen als spezialisierte Kanzlei kompetent und diskret zur Seite.

Was ist eine Hausdurchsuchung?

Bei einer Hausdurchsuchung handelt es sich um eine (von mehreren möglichen) Zwangsmaßnahmen der Staatsanwaltschaft bzw. der Steuerfahndung im Ermittlungsverfahren, um Beweismittel und Informationen für das laufende Strafverfahren zu beschaffen.

Eine Durchsuchung kann nach §§ 102 ff. StPO sowohl bei dem Beschuldigten selbst als auch bei einem Dritten stattfinden. Die Hausdurchsuchung bedarf dabei stets einer richterlichen Anordnung – dem Durchsuchungsbeschluss

So verhalten Sie sich richtig!

Bewahren Sie Ruhe

Grundsätzlich ist wichtig, dass Sie die Ruhe bewahren und keine voreiligen und unüberlegten Handlungen vornehmen.

Lassen Sie sich den Durchsuchungsbeschluss aushändigen. Dort erhalten Sie nicht nur Angaben zum Tatvorwurf, sondern können dem Beschluss auch entnehmen, nach welchen Gegenständen die Polizisten suchen. Da Sie die Durchsuchung, die einmal begonnen hat, ohnehin nicht verhindern können, kann es ratsam sein, die gesuchten Gegenstände herauszugeben. Sie können damit erreichen, dass nicht die gesamte Wohnung auf den Kopf gestellt wird, sondern sich die Beamten ggf. schnell zufrieden geben, und sich wieder entfernen.

Sie haben das Recht, einen Anwalt zu konsultieren. Zwar werden die Polizeibeamten nicht die Durchsuchung pausieren, bis der Rechtsanwalt vor Ort ist. Erfahrungsgemäß halten sich die Beamten aber eher an strafprozessuale Grundsätze, wenn ein Verteidiger zu gegen ist. Außerdem kann nur ein Strafverteidiger auf die Einhaltung von prozessualen Abläufen hinwirken.

Machen Sie keine Aussage zur Sache

Sie sind nicht verpflichtet, gegenüber der Polizei Angaben zur Sache zu machen!

Häufig versuchen die Beamten vor Ort mit Ihnen ein „freundschaftliches Gespräch“ zu führen. Das Ziel der Beamten, die in Vernehmungstechniken besonders geschult sind, ist dabei stets, an Informationen zum Tatvorwurf zu gelangen. Oft werden auch Versprechungen, etwa der vorgespielte „Einfluss auf die Staatsanwaltschaft“ oder „eine besonders milde Strafe“ gemacht.

Viele Beschuldigte lassen sich – auch unter dem Schock einer Durchsuchungssituation – auf solche Gespräche ein, und sind im Nachgang überrascht, welche Vermerke über das Gespräch Eingang in die Ermittlungsakten gefunden haben.

Es gilt daher: Machen Sie keine Angaben zur Sache und lassen sie sich auf keine Gespräche zum Tatvorwurf ein.

Erklären Sie inbesondere kein Einverständnis mit der Sicherstellung von Gegenständen. Nur so kann die hierdurch erforderliche Beschlagnahme später angefochten werden.

Kontaktieren Sie einen Verteidiger

Halten Sie sich stets vor Augen: In einem Ermittlungsverfahren versucht die Staatsgewalt, Ihnen eine Straftat nachzuweisen. In diesen Fällen ist weder die Polizei noch die Staatsanwaltschaft Ihr "Freund und Helfer".

Nur mit einem kompetenten Strafverteidiger und einer effektiven Strafverteidigung können Sie den Ermittlungsbehörden auf Augenhöhe begegnen. Ihr Rechtsanwalt wird für Sie Akteneinsicht beantragen, die Sachlage mit Ihnen besprechen und eine effektive Verteidigungsstrategie mit Ihnen entwickeln.

Vertrauen Sie bei einer strafrechtlichen Angelegenheit stets einem Fachanwalt für Strafrecht.

Wann droht eine Hausdurchsuchung?

Eine Hausdurchsuchung erfolgt mit dem Zweck, Beweismittel oder den Verdächtigen selbst ausfindig zu machen. Die Durchsuchung darf indes nicht angeordnet werden, um überhaupt erst Verdachtsmomente zu finden. Häufig wird die Durchsuchung in der Wohnung des Beschuldigten oder in dessen Arbeitsplatz angeordnet.

Für eine Durchsuchung bei dem Beschuldigten (§ 102 StPO) ist allein ausreichend, dass er einer Straftat verdächtig ist. Dieser Verdacht entsteht schnell – teilweise vorschnell.

Die Hausdurchsuchung darf – in der Regel – nur aufgrund eines richterlichen Durchsuchungsbeschlusses durchgeführt werden. Diese Anordnung ist an keine Form gebunden, sodass auch eine telefonische Durchsuchungsanordnung zulässig ist. Daneben sieht § 105 StPO vor, dass auch die Staatsanwaltschaft sowie ihre Ermittlungsbehörden eine Wohnungsdurchsuchung anordnen dürfen, sofern „Gefahr in Verzug“ vorliegt. Leider wird das Vorliegen dieser Voraussetzung in der Praxis recht schnell angenommen.

Die angeordnete Durchsuchung muss insbesondere verhältnismäßig seinHierzu wird die Schwere des Grundrechtseingriffs gegen das Interesse der Öffentlichkeit an einer effektiven Strafverfolgung gegeneinander abgewogen.

Der Durchsuchungsbeschluss muss binnen sechs Monate von der Polizei umgesetzt werden.

Bei welchen Delikten droht eine Durchsuchung?

Eine Hausdurchsuchung kann im Grunde bei jeder vorgeworfenen Straftat erfolgen. Es gibt kein Delikt, bei dem eine Durchsuchung per se ausgeschlossen ist. Eine Wohnungsdurchsuchung kann daher sowohl bei einem Raub oder einem Diebstahl als auch bei einer Betrugstat oder einer Körperverletzung erfolgen.

Besonders häufig kommen Durchsuchungen bei Delikten im Betäubungsmittelstrafrecht und bei Straftaten, die über das Internet begangen werden können, in Betracht.

Ablauf einer Hausdurchsuchung

Um welche Uhrzeit droht eine Durchsuchung?

Die Uhrzeiten, an denen eine Durchsuchung stattfinden darf, sind gesetzlich normiert. In den Sommermonaten (01.04. bis 30.09.) kann eine Durchsuchung von 4.00 Uhr bis 21.00 Uhr erfolgen – in den Wintermonaten (01.10. bis 31.03.) von 6.00 Uhr bis 21.00 Uhr. 

Durchsuchungen außerhalb dieser Zeiten bedürfen einer besonderen Anordnung.

Wie läuft eine Durchsuchung ab?

Sicher ist, dass die Polizeibeamten ohne Vorwarnung vor der Tür stehen. Öffnen Sie die Tür, da diese andernfalls kostenpflichtig aufgebrochen wird. Die Beamten werden daraufhin ausschwärmen und intensiv mit der Durchsuchung beginnen. Die Polizei ist dabei befugt, Zimmer, Schränke und Türen zu öffnen. Sofern relevante Gegenstände gefunden werden (häufig: Unterlagen, CDs, DVDs, Festplatten, Handy, Laptop) wird die Polizei diese mitnehmen und die Mitnahme auf einem Durchsuchungsprotokoll vermerken.

Was wird durchsucht?

In der Regel wird das Amtsgericht die Durchsuchung der Wohnräume und Geschäftsräume, einschließlich der Nebenräume und Kraftfahrzeuge anordnen. Neben der eigentlichen Wohnung und dem Büro bzw. dem Arbeitsplatz fallen hierunter etwa Keller, Hotelzimmer, Dachböden, Wohnwagen, Garagen und Schuppen.

Wie verhalte ich mich bei einer Durchsuchung?

Machen Sie keine Angaben zur Sache und lassen Sie sich den Durchsuchungsbeschluss vorlegen. Leisten Sie keinen Widerstand gegen die Durchsuchung – Sie und lediglich zur Duldung der Maßnahme verpflichtet. Geben Sie die gesuchten Gegenstände freiwillig heraus, um Zufallsfunde zu vermeiden.

Beachten Sie auch unsere obigen Tipps

Häufige Fragen zur Hausdurchsuchung

Darf die Polizei die Tür aufbrechen?

Wird die Tür nicht freiwillig geöffnet, verschaffen sich die Beamten notfalls zwangsweise Zugang zur Wohnung. Die Polizei ist dabei befugt, die Tür - ohne Rücksicht auf Verluste - aufzubrechen oder einen Schlüsseldienst mit der Öffnung der Tür zu beauftragen.

In der Wohnung selbst darf die Polizei Schränke oder Möbel demolieren und beschädigen, sofern dies notwendig und verhältnismäßig ist.

Wer zahlt für Schäden?

Wird das Verfahren eingestellt oder wird der Beschuldigte vom Gericht freigesprochen, kann der Betroffene binnen eines Monats beim zuständigen Amtsgericht seinen Anspruch auf Erstattung der entstandenen Schäden geltend machen. Die Rechtsgrundlage hierfür ist im StrEG ("Gesetz über die Entschädigung für Strafverfolgungsmaßnahmen") geregelt.

Dürfen Zeugen dazu geholt werden?

Es sollten bei jeder Durchsuchung Zeugen hinzu gezogen werden. Dies können Nachbarn, Freunde oder Bekannte sein. Da die Polizei mit der weiteren Wohnungsdurchsuchung nicht wartet, bis die Zeugen eintreffen, sollte diese schnell erreichbar sein.

Erhalte ich beschlagnahmte Gegenstände zurück?

Gegenstände, die sichergestellt oder im Rahmen einer Beschlagnahme mitgenommen worden sind, werden nach Abschluss des Ermittlungsverfahrens an den Beschuldigten wieder zurück gegeben. Handelt es sich bei den Gegenständen allerdings um solche, die bei der Tat verwendet worden sind (Tatmittel) oder um Sachen, die durch die Tat erlangt wurden (Taterträge) unterliegen diese der Einziehung und werden nicht herausgegeben.

Muss ich Passwörter herausgeben?

Häufig wird die Polizei nach Passwörter für Rechner und Internet-Accounts oder nach dem Entsperrcode für Handys und Smartphones fragen. Sie sind nicht verpflichtet, diese Passwörter herauszugeben. Die Polizei bzw. die Staatsanwaltschaft muss selbst dafür sorgen, die Geräte zu entschlüsseln.

Nur in den Fällen, in denen sicher (!) ausgeschlossen ist, dass auf den Geräten keine tatrelevanten Informationen gefunden werden können (Diensthandy, Dienstcomputer etc.) kann darüber nachgedacht werden, die Passwörter freiwillig mitzuteilen. Damit kann eine schnellere Auswertung und eine schnellere Rückgabe erreicht werden.

Wie können wir Ihnen nach einer Durchsuchung helfen?

Wir sind eine bundesweit tätige, und auf das Strafrecht spezialisierte Kanzlei in Leipzig. Wir stehen Ihnen kompetent und diskret als Rechtsanwalt und Strafverteidiger im gesamten Strafverfahren zur Seite. Unsere hohe Spezialisierung gewährleistet eine effektive und zielgerichtete Verteidigung unserer Mandanten.

Besonders häufig suchen uns Mandanten auf, die gerade eine Hausdurchsuchung miterleben mussten.

spezialisiert.

Wir sind als Fachanwaltskanzlei für Strafrecht ausschließlich in der Strafverteidigung tätig.

Wir verteidigen Sie bundesweit im gesamten Strafverfahren gegen alle Tatvorwürfe. Der hohe Grad der Spezialisierung garantiert Ihnen eine kompetente und effektive Verteidigung in jeder Lage des Verfahrens.

effektiv.

Wir prüfen die Ermittlungsakte und erarbeiten mit Ihnen eine gemeinsame Verteidigungsstrategie.

Ziel ist stets die möglichst geräuschlose Beendigung des Strafverfahrens.

digital.

Wir verfügen über eine moderne Infrastruktur und setzen auf die vollständig digitale Mandatsbearbeitung.

Die Vorteile der Digitalisierung kommen direkt der Mandatsbearbeitung zu Gute.

Das sagen unsere Mandanten

Ich bin absolut zufrieden mit der Arbeit von Herrn Kujus und jedes Mal über ein positives Ergebnis (Freispruch/Einstellung des Verfahrens) überrascht. Nur zu empfehlen!
Thomas L.
Super schnell und verständlich informiert! Top Aussage! Nochmals vielen Dank!
Ricarda V.
Sie haben mir und meinem Mann die Angst genommen . Wir danken Ihnen für Ihre Hilfe und können Sie jederzeit weiter empfehlen! Viel Erfolg weiterhin!
Enrico A.

Uferstraße 19, 04105 Leipzig

0341 – 5815 2343

Senden Sie uns eine Nachricht

Nutzen Sie dieses Formular, um uns eine unverbindliche Nachricht zu senden – Sofern Ihnen bereits Schriftstücke vorliegen sollten, können Sie diese direkt beifügen.

Menü schließen