Hausfriedensbruch

Der Hausfriedensbruch ist im 7. Abschnitt des StGB („Straftaten gegen die öffentliche Ordnung“)  in § 123 StGB geregelt. Dort heißt es:

Wer in die Wohnung, in die Geschäftsräume oder in das befriedete Besitztum eines anderen oder in abgeschlossene Räume, welche zum öffentlichen Dienst oder Verkehr bestimmt sind, widerrechtlich eindringt, oder wer, wenn er ohne Befugnis darin verweilt, auf die Aufforderung des Berechtigten sich nicht entfernt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

Was ist ein Hausfriedensbruch?

Der Hausfriedensbruch schützt das individuelle Hausrecht einer Person. Jeder soll selbst entscheiden können, wer den geschützten Bereich – etwa die Wohnung, das Haus oder das Grundstück – betreten darf, und wie lange sich jemand dort aufhalten darf.

Dieser Schutz folgt nicht zuletzt aus Artigel 13 GG (Grundgesetz). Dort heißt es:

Die Wohnung ist unverletzlich.

Zwar schützt das Grundrecht der „Unverletzlichkeit der Wohnung“ den Bürger in erster Linie vor Eingriffen des Staates. Allerdings verpflichtet das Grundgesetz auch den Gesetzgeber, Wohnungen vor dem Eindringen durch Private zu schützen.

Geschützt sind sowohl die Wohnung, die Geschäftsräume als auch das befriedete Besitztum.

[sc name=“kontaktbox“]

Hausrecht

Nur der Inhaber des Hausrechts kann den Zutritt zu einem geschützten Raum (oder das Verweilen in einem solchen) verbieten.

Das Hausrecht hat derjenige, der ein Nutzungsrecht über eine Fläche bzw. einen Raum hat. steht unzweifelhaft dem Eigentümer einer Wohnung oder eines Hauses zu.

Im Fall eines berechtigten Mietverhältnisses geht das Hausrecht auf den Mieter über, sodass auch der Mieter entscheiden kann, wer seine Wohnung betreten darf. Gleiches gilt für den Gast eines Hotels. Auch er kann entscheiden, wer das Hotelzimmer betreten darf.

Bei einer Wohngemeinschaft (WG) teilen sich die Bewohner das Hausrecht – es kann also jeder für sich entscheiden, wer die WG betreten darf und wer nicht. Vertreten zwei gleichberechtigte Inhaber des Hausrechts unterschiedliche Auffassungen, kommt es darauf an, ob es dem anderen Teil zugemutet werden kann, dass die „ungeliebte Person“ den Raum betritt.

Ebenso üben Mitarbeiter eines Geschäfts oder einer Behörde das Hausrecht auf. Diese sind also befugt, ein Hausverbot auszusprechen, mit der Folge, dass jedes widerrechtliches Eindringen zu einem strafbaren Hausfriedensbruch führt.

Wohnung

Nach der juristischen Definition versteht man unter einer Wohnung einen

umschlossenen und überdachten Raum, der einem Menschen zumindest vorübergehend als Unterkunft dient.

Damit gehören zu einer Wohnung unter anderem

  • Wohnzimmer
  • Schlafzimmer
  • Kinderzimmer
  • Küche
  • Flur
  • Bad
  • Keller
  • Treppenhaus
  • Waschküche 

Selbst Campingwagen, Wohnmobile, Wohnwagen, Boote, Schiffe und private Fahrzeuge fallen unter diese Definition, sofern sie zum Wohnen genutzt werden.

Es kommt als maßgeblich darauf an, ob der „Raum“ gerade der Nutzung als Wohnung dient.

Geschäftsräume

Unter dem Begriff der Geschäftsräume werden Räume verstanden,  in denen Waren oder Dienstleistungen verkauft werden. Hierunter fallen

  • Ladengeschäfte (Supermarkt, Kaufhalle, Laden)
  • Markthallen
  • Restaurants
  • Gaststätten
  • Hotels

Neben den reinen Verkaufsräumen unterfallen den Geschäftsräumen selbstverständlich auch die abgetrennten Büroräume.

[sc name=“kontaktbox“]

Abgeschlossener Dienstraum

Auch abgeschlossene Diensträume unterfallen den nach § 123 StGB geschützten Räumen.

Hiervon sind Räume umfasst, die dem öffentlichen Dienst oder dem öffentlichen Verkehr dienen. Dies sind etwa

  • Räume in einer Schule
  • Universität
  • Kirche
  • Behörde
  • Gericht
  • Bus
  • Straßenbahn
  • Warteraum
  • Telefonzelle
  • Bibliothek

Befriedetes Besitztum

Das befriedete Besitztum meint Grundstücke, welche nach außen hin erkennbar umgrenzt und gegen unbefugtes Betreten geschützt sein müssen Dies sind etwa

  • Garten
  • Ackerfläche
  • Wiese
  • Weide
  • Hinterhof.

Ausreichend ist bereits ein kleiner Zaun, eine Absperrung, eine Rinne oder eine kleine Mauer. Darauf, wie schnell das Hindernis überwunden werden kann, kommt es nicht an. Ebenso unschädlich sind kleiner Lücken. Hierunter fallen daher auch kleiner Vorgärten.

Widerrechtliches Eindringen

Strafbar ist sowohl das nicht berechtigte Eindringen in den geschützten Raum  als auch das Nicht-Entfernen trotz entsprechender Aufforderung. Beide Tatbestandsalternativen stehen gleichwertig nebeneinander.

Der Tatbestand des Hausfriedensbruchs spielt daher häufig bei Beziehungsstreits, Trennungen, familiären Auseinandersetzungen oder nach einem Ladendiebstahl eine Rolle.

Ein widerrechtliche Eindringen liegt bei einem Betreten des durch das Hausrecht geschützten Bereiches vor, wenn dies gegen den Willen des Hausrechts-Inhabers geschieht. Erforderlich ist, dass mindestens ein Körperteil in den geschützten Bereich gelangt. Werden von außen Gegenstände auf das Grundstück oder in die Wohnung geworfen, liegt entsprechend kein Hausfriedensbruch vor.

Der entgegenstehende Wille kann entweder ausdrücklich geäußert werden oder sich aus den Umständen klar ergeben, etwa durch eine verschlossene Tür.

Ein widerrechtliches Eindringen liegt bspw. bei einem ausgesprochenen Hausverbot nach einem Diebstahl vor.

Unbefugtes Verweilen

Nach dieser Tatbestandsalternative ist es unter Strafe gestellt, wenn sich der Täter trotz Aufforderung nicht aus der Wohnung oder dem Haus entfernt.

Das unbefugte Verweilen unterscheidet sich vom widerrechtlichen Eindringen dadurch, dass das Betreten des geschützten Bereichs bei Letzterem bereits von Beginn an gegen den Willen des Hausrechts-Inhabers erfolgte, während bei ersterem die Berechtigung zum Betreten später weggefallen ist.

Erforderlich ist weiter, dass der Inhaber des Hausrechts den Beschuldigten ausdrücklich auffordert, die Wohnung, den Geschäfsraum oder das Grundstück zu verlassen. Diese Aufforderung kann entweder mit deutlichen Worten oder eindeutigen Gesten erfolgen. Auch eine Aufforderung über Dritte (Mitarbeiter, Bekannte) ist möglich.

Diese Form des Hausfriedensbruches kommt häufig im Rahmen einer Trennung vor.

[sc name=“kontaktbox“]

Vorsatz

PflichtDer strafbare Hausfriedensbruch erfordert vorsätzliches Handeln. Der Täter muss daher wissen, dass er das Gebäude, den Raum oder das Grundstück nicht betreten darf.

Ein vorsätzliches Handeln scheidet aus, sofern überhaupt keine Grenzmarkierung oder kein Zaun erkennbar war. Dem gegenüber kann Vorsatz angenommen werden, sofern ein hoher Zaun überwunden oder ein deutliches „Betreten verboten!“-Schild ignoriert worden ist.

Wird ein Grundstück „aus Versehen“ betreten, liegt kein strafbares Handeln vor. Ein fahrlässiger Hausfriedensbruch ist nicht möglich.

Hausfriedensbruch: Welche Strafe droht?

Der Hausfriedensbruch wird mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr geahndet.

Die konkrete Strafhöhe ist von den jeweiligen Umständen des Einzelfalles abhängig – etwa, ob der Beschuldigte Ersttäter oder Wiederholungstäter ist, wie schwer das Eindringen wiegt und in welchem Verhältnis die Beteiligten zueinander stehen bzw. ob sie sich zwischenzeitlich wieder ausgesprochen und versöhnt haben.

In vielen Fällen kann auch eine Einstellung des Verfahrens – ggf. gegen eine Auflage – erreicht werden. Dies hat den Vorteil, das eine Einstellung nicht im Führungszeugnis auftaucht.

Der Versuch des Hausfriedensbruchs ist nicht strafbar.

Schwerer Hausfriedensbruch - § 124 StGB

Der schwere Hausfriedensbruch ist in § 124 StGB normiert. Dort heißt es:

Wenn sich eine Menschenmenge öffentlich zusammenrottet und in der Absicht, Gewalttätigkeiten gegen Personen oder Sachen mit vereinten Kräften zu begehen, in die Wohnung, in die Geschäftsräume oder in das befriedete Besitztum eines anderen oder in abgeschlossene Räume, welche zum öffentlichen Dienst bestimmt sind, widerrechtlich eindringt, so wird jeder, welcher an diesen Handlungen teilnimmt, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Der schwere Hausfriedensbruch ist eine Qualifikation zum einfachen Hausfriedensbruch. Der erhöhte Strafrahmen ergibt sich daraus, dass zum einfachen Hausfriedensbruch noch weitere Tatbestandsmerkmale erfüllt sein müssen.

Der schwere Hausfriedensbruch erfordert eine Menschenmenge, die sich öffentlich zusammenrottet, und in eine Wohnung, einen Geschäftsraum oder ein befriedigendes Besitztum eindringt, um Gewalttätigkeiten gegen Personen oder Sachen auszuüben.

Wie viele Personen notwendig sind, um eine Menschenmenge zu bilden, ist nicht abschließend geklärt. Nach Ansicht der aktuellen Rechtsprechung müssten mindestens 20 Personen zusammenkommen.

Ein Zusammenrotten ist gegeben, wenn die Personen der Menschenmenge einen gemeinsamen und den Frieden stören den Willen gebildet haben oder bilden.

Weitere Voraussetzung ist, dass Personen aus der zusammengerotteten Menschenmenge widerrechtlich in einen geschützten Bereich eingedrungen sind, um Gewalt gegen Sachen oder andere Personen auszuüben.

Für eine Strafbarkeit ist aber bereits die bloße Teilnahme ausreichend. Nicht erforderlich ist, dass das Eindringen selbst verwirklicht worden ist.

[sc name=“kontaktbox“]

Verjährung

Der (einfache) Hausfriedensbruch verjährt nach § 78 Abs. 3 Nr. 5 StGB nach drei Jahren.

Strafantrag

Der Hausfriedensbruch ist ein sogenanntes „absolutes Antragsdelikt„.

Damit ein Hausfriedensbruch von der Staatsanwaltschaft verfolgt werden kann, ist die Stellung eines Strafantrages zwingend erforderlich.

In § 123 Abs. 2 StGB heißt es:

Die Tat wird nur auf Antrag verfolgt.

Der erforderliche Strafantrag muss binnen drei Monaten nach der Tat vom Verletzten vorliegen, und zur Akte gelangen. Andernfalls stellt die Staatsanwaltschaft das Ermittlungsverfahren wegen eines Verfahrenshindernisses ein.

Der Strafantrag kann vom Verletzten jederzeit wieder zurückgenommen werden. Da dann ebenso ein Prozesshindernis vorliegt, ist das Verfahren einzustellen.

Vorgenanntes gilt nicht, wenn ein schwerer Hausfriedensbruch vorgeworfen wird. Dieser wird auch ohne Antrag verfolgt.

Anzeige wegen Hausfriedensbruch: Was ist zu tun?

Gegen Sie wird der Tatvorwurf des Hausfriedensbruches erhoben? Ihnen wurde eine Vorladung, ein Strafbefehl oder eine Anklage zugestellt?

Der Tatvorwurf des Hausfriedensbruchs sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Der Gesetzgeber sieht auch für diesen Tatbestand eine Geldstrafe oder sogar eine Freiheitsstrafe vor.

Der Polizei, der Staatsanwaltschaft und dem Gericht sollte immer auf Augenhöhe begegnet werden. Aus diesem Grund sollte immer ein spezialisierter Strafverteidiger beauftragt werden. Dieser kann für Sie Akteneinsicht beantragen, und die weitere Verteidigungsstrategie besprechen.

Zögern Sie nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen. Die Kanzlei ist ausschließlich im Strafrecht tätig, sodass eine kompetente Strafverteidigung gewährleistet ist.

Beispiele aus der Praxis

Die Fälle des Hausfriedensbruchs sind so mannigfaltig wie das Leben. 

Hausfriedensbruch durch den Vermieter

Der Vermieter gibt das Hausrecht im Falle eines Mietverhältnisses an den Mieter ab. In einem Mehrfamilienhaus steht damit jedem Mieter ein eigenes Hausrecht zu, sodass jeder Mieter über sein eigenes Hausrecht verfügen und entscheiden kann.

Der Mieter kann daher grundsätzlich selbst entscheiden, wer „seine“ Wohnung betreten darf.

Dies hat zur Folge, dass auch der Mieter dem Vermieter den Zutritt zur Wohnung verweigern kann. Der Vermieter ist also nicht berechtigt, sich unbefugt und zu jeder Zeit Zugang zur Wohnung – etwa mit einem Zweitschlüssel – zu verschaffen.

Aus sachlichen und dringenden Gründen (Notfall) hat der Vermieter allerdings einen Anspruch darauf, dass ihm Zutritt gewährt wird.

Hausfriedensbruch durch den Partner

Häufig kommt es gerade nach einem Streit innerhalb einer Beziehung oder einer Ehe zu dem Tatvorwurf des Hausfriedensbruchs.

Sind beide Beteiligte im Mietvertrag aufgenommen, üben sie beide auch das Hausrecht aus. Dieses Recht steht beiden gleichrangig zu. Es kann daher nicht einseitig ein Hausverbot erteilt werden. Wer sich dennoch Zugang zur Wohnung verschafft, macht sich danach nicht wegen eines Hausfriedensbruches schuldig.

Etwas anderes gilt, wenn nur eine Person im Mietvertrag steht. Dieser entscheidet frei über das Hausrecht.

[sc name=“kontaktbox“]

Hausfriedensbruch durch den Arbeitnehmer

Der Arbeitsvertrag gestattet dem Arbeitnehmer das Betreten der Geschäftsräume. Dieses ist erforderlich, um seine Arbeitsleistung erbringen zu können.

Aufgrund des Arbeitsvertrages ist das Hausrecht des Arbeitgebers eingeschränkt. Ob ein (beschränktes) Hausverbot ausgesprochen werden kann, ist im Wege einer individuellen Abwägung der beiderseitigen Interessen zu ermitteln – hier seien insbesondere das Wahren von Betriebsgeheimnissen und das damit verbundene Verbot des Betretens bestimmter Räume angesprochen.

Hausfriedensbruch durch Kinder

Insbesondere Gartenbesitzer können ein Lied davon singen: Spielende Kinder laufen über das Grundstück und durch den Garten.

Tatbestandlich stellt das Verhalten der Kinder einen Hausfriedensbruch dar. Eine Strafverfolgung setzt allerdings voraus, dass der Täter strafmündig ist. In Deutschland besteht eine Strafmündigkeit erst ab 14 Jahren. Wer jünger ist, braucht keine Strafverfolgung zu fürchten.

Hausfriedensbruch durch Hunde

Durch Hunde kann kein Hausfriedensbruch begangen werden. Hierfür ist ein Handeln durch einen Menschen erforderlich.

Läuft ein Hund über ein Grundstück, ist dies straffrei – sowohl für den Halter des Hundes und erst recht für den Hund selbst.

Hausfriedensbruch durch den Nachbar

Wer die Tat begeht, ist unerheblich. Die Tat kann daher einerseits von völlig Fremden wie auch von nahen Angehörigen, Bekannten oder eben auch einem Nachbarn begangen werden.

Insbesondere bei einem Nachbarn kann davon ausgegangen werden, dass dieser die Besitz- und Eigentumgsverhältnisse kennt, sodass hier eher vorsätzliches Handeln angenommen werden kann.

Hausfriedensbruch in "lost places" und verlassenen Gebäuden

Ob Abenteuerlust, als Mutprobe oder zum Fotografieren, das Betreten von verlassenen und leerstehenden Gebäuden („lost places“) kann auch strafrechtliche Konsequenzen haben.

Solange das Grundstück und das Haus einen Eigentümer hat, steht diesem das Hausrecht zu. Er kann das unbefugte Betreten zur Anzeige bringen.

Erforderlich ist aber auch vorsätzliches Handeln. Der Beschuldigte muss wissen, dass er gegen den Willen des Eigentümers handelt. Dies ist fraglich, wenn das Haus heruntergekommen ist, bereits kein Zaun, keine Tür oder sonstige Schutzvorrichtungen mehr vorhanden sind. Hier bieten sich vielfache Ansätze für eine erfolgreiche Verteidigung.

Hausfriedensbruch nach Hausverbot

Wem ein Hausverbot erteilt worden ist, darf die Räumlichkeiten erst wieder betreten, wenn das Hausverbot aufgehoben worden ist.

Das Hausverbot muss nicht schriftlich erfolgen. Es genügt, wenn mündlich deutlich gemacht wird, dass ein Betreten der Räume nicht gewünscht ist.

Denkbar sind Hausverbote im privaten Bereich unter verfeindeten Personen ebenso wie in einer Disko, einer Bar oder einem Hotel.

Häufig wird bei einem Ladendiebstahl neben der Strafanzeige ein Hausverbot für die Filiale ausgesprochen. Dieses ist meist zeitlich befristet.

[sc name=“kontaktbox“]

Hausfriedensbruch nach Stadionverbot

Wird einem Fan ein Stadionverbot erteilt, und betritt er dennoch zukünftig das Stadion, macht er sich wegen Hausfriedensbruchs strafbar. Denn das Stadion stellt sogenanntes „befriedetes Besitztum“ dar.

Hiervon sind insbesondere Personen betroffen, die bei vorherigen Fußballspielen negativ aufgefallen sind.

Hausfriedensbruch in einer Wohngemeinschaft/ WG

Auch den Bewohnern einer WG steht ein gleichrangiges Hausrecht zu. Es kann daher jeder WG-Bewohner selbstständig entscheiden, wer die Räumlichkeiten betritt oder verlassen muss.

Hausfriedensbruch durch Inkassounternehmen

Auch wenn häufig das Gegenteil behauptet wird: Inkassounternehmen dürfen sich nicht eigenmächtig Zutritt zur Wohnung verschaffen. Das Betreten der Wohnung kann daher getrost abgelehnt werden.

Hausverbot und Landfriedensbruch

Obgleich sich der Hausfriedensbruch und der Landfriedensbruch begrifflich ähneln, werden vollkommen verschiedene Sachverhalte unter Strafe gestellt.

Während der Hausfriedensbruch nach § 123 StGB den Inhaber des Hausrechts vor dem unbefugten Betreten seines Grundstückes schützt, stellt der Landfriedensbruch nach § 125 StGB die Beteiligung an Gewalttätigkeiten aus Menschenmengen unter Strafe.

Am ehesten ähneln sich noch der „schwere Hausfriedensbruch“ und der Landfriedensbruch, wobei auch hier jeweils unterschiedliche Rechtsgüter betroffen und geschützt sind.

Kontakt zur Kanzlei

Sie können uns gern über unser Kontaktformular kontaktieren. Um eine rasche Bearbeitung Ihres Anliegens zu gewährleisten, haben Sie hier auch die Möglichkeit, Ihre Unterlagen als Upload an uns zu senden.