Sexualstrafrecht

Fachanwaltskanzlei für Strafrecht

Das Sexualstrafrecht umfasst in Deutschland all jene Straftatbestände, die ein Verhalten mit sexuellem Bezug zum Inhalt haben, und soll dem Schutz der sexuellen Selbstbestimmung dienen.

Hierunter fallen die sexuelle Nötigung und Vergewaltigung ebenso wie der sexuelle Missbrauch, der Umgang mit verbotener Pornografie und schließlich auch die verbotene Prostitution.

Viele Delikte werden als schwere Verbrechen gewertet und unterliegen hohen Strafen. Aus diesem Grund sind Tatvorwürfe im Sexualstrafrecht für die Betroffenen besonders gravierend und hochgradig belastend. Neben empfindlichen strafrechtlichen Sanktionen und langen Freiheitsstrafen, kann auch das Ansehen einer Person in der Öffentlichkeit Schaden nehmen. Dies erfordert in der Strafverteidigung eine besonders sensible Handhabung und ein hohes Maß an Fachkompetenz des beauftragten Rechtsanwalts.

Seit 2016 gilt in Deutschland ein verschärftes Sexualstrafrecht – Viele Tatbestände wurden ausgeweitet, Strafrahmen wurden erhöht.

Ein Strafverfahren im Sexualstrafrecht sollte nur mit einem Rechtsanwalt und Strafverteidiger bestritten werden.

Haft

Ihr Strafverteidiger hilft!

Wir stehen Ihnen im gesamten Sexualstrafrecht kompetent und diskret zur Seite!

Die Kanzlei KUJUS Strafverteidigung ist auf die Verteidigung in Strafsachen, insbesondere auf die Verteidigung gegen sexualbezogene Delikte, spezialisiert. Vertrauen Sie auf unser Fachwissen und unsere langjährige Erfahrung im Bereich der Strafverteidigung. Wir stehen Ihnen im gesamten Verfahren zur Seite – Vom Ermittlungsverfahren vor der Polizei und der Staatsanwaltschaft bis hin zum Rechtsmittelverfahren. Die strikte Spezialisierung und Konzentration auf ein Rechtsgebiet und die stetige Fortbildung gewährleisten die optimale Verteidigung bei einem vorgeworfenen Sexualdelikt. Rechtsanwalt Kujus ist Fachanwalt für Strafrecht.

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Unsere Schwerpunkte im Sexualstrafrecht

Sexualdelikte lassen sich im Wesentlichen in fünf Kategorien unterteilen: sexuelle Nötigung bzw. Vergewaltigung, Missbrauch, Straftaten im Bereich der Pornografie, Straftaten im Bereich der Prostitution und sonstige Straftaten mit sexuellem Bezug. Die einzelnen Delikte sind im Strafgesetzbuch geregelt.

Sexuelle Nötigung/ Vergewaltigung

Bei den Straftatbeständen der sexuellen Nötigung und Vergewaltigung nimmt der Täter am Opfer gegen dessen Willen sexuelle Handlungen vor oder lässt das Opfer gegen dessen Willen sexuelle Handlungen an sich oder anderen durchführen. 
Sexuelle Handlungen sind dann gegeben, wenn sie sich unmittelbar auf das Geschlechtliche beziehen und nach allgemeinem Verständnis einen sexuellen Bezug haben – hierunter fallen der Geschlechtsverkehr ebenso wie das Küssen oder das Berühren der Geschlechtsteile.

Die häufigsten Delikte sind:

Sexueller Missbrauch

Im Falle eines sexuellen Missbrauchs nutzt der Täter sein spezifisches Verhältnis zum Opfer aus, um sexuelle Handlungen an diesem vorzunehmen oder um das Opfer dazu zu bringen, sexuelle Handlungen nach seinen Wünschen auszuführen. Darunter fallen Delikte an Kindern und Jugendlichen, Schutzbefohlenen oder anderen Personen, denen gegenüber der Täter in einem übergeordneten Arbeits- oder Obhutsverhältnis steht.

Häufige Straftatbestände sind:

Prostitution

Auch wenn Prostitution in Deutschland grundsätzlich erlaubt ist, bleiben einige Verhaltensweisen strafbar. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Prostitution immer dann verboten ist, wenn eine Zwangslage ausgenutzt wird oder wenn die Sex-Arbeiter ihren Dienst an verbotenen Orten ausüben.

Zu den strafbaren Handlungen gehören:

Pornografie

Strafbar ist jegliche Verbreitung illegalen pornografischen Materials. Handelt es sich um kinder- und/oder jugendpornografische Bilder oder Videos, ist nicht nur die Verbreitung strafbar, sondern auch der Erwerb oder Besitz.
Obwohl rechtlich meist von pornografischen „Schriften“ die Rede ist, fallen hierunter sämtliche Formen der Darstellung, also auch Bilder und Videos. Verboten ist es auch, Pornografie Kindern zugänglich zu machen.

Die wichtigsten Delikte sind:

  • Verbreitung gewalt- oder tierpornographischer Schriften (§ 184a StGB)
  • Verbreitung pornographischer Schriften (§ 184 StGB)
  • Verbreitung, Erwerb und Besitz kinderpornographischer und jugendpornographischer Schriften (§ 184b, 184c StGB)

Sonstige Straftaten

Auch viele andere Delikte können eine Sexualbezogenheit aufweisen. 

Die wichtigsten sind:

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Das können wir für Sie tun

Die Strafverteidigung im Sexualstrafrecht erfordert eine ganz besondere Herangehensweise, mit der nicht jeder Anwalt vertraut ist. 

Auf der persönlichen Ebene muss gerade bei Sexualdelikten ein besonderes Vertrauensverhältnis zwischen dem Rechtsanwalt als Strafverteidiger und seinem Mandanten möglich sein. Auch fachlich sind spezifische Kenntnisse und Erfahrungen gefragt, um der speziellen Situation eines Sexualstrafverfahrens gerecht werden zu können. 

Einen im Sexualstrafrecht erfahrenen Strafverteidiger zu konsultieren, ist deshalb in jedem Fall anzuraten. Ihr Anwalt – idealerweise ein Fachanwalt für Strafrecht – kennt die prozessualen Möglichkeiten, um eine geeignete Verteidigungsstrategie zu entwickeln und ist ein erfahrener Beistand in dieser höchst problematischen Situation. Ihr Anwalt kennt Ihre Rechte und kann Ihnen helfen, diese wahrzunehmen. Sie können offen und ehrlich Ihren Fall besprechen und werden optimal und fachgerecht beraten. 

In vielen Fällen ist es sogar möglich, mit dem geeigneten Vorgehen die Einstellung des Verfahrens zu erwirken.

Wir verteidigen Sie bundesweit gegen alle Delikte!

Besprechungszimmer 2

Häufige Fragen

Die meisten Beschuldigten erfahren von dem Vorwurf eines Sexualdelikts durch eine Vorladung von der Polizei. In dieser Vorladung, in der der Beschuldigte zu einer Vernehmung bei der Polizei „eingeladen“ wird, ist zumeist nur die Tatzeit und der Tatvorwurf – etwas eine sexuelle Nötigung oder der Besitz kinderpornografischer Schriften – genannt.

Wichtig: Sie sind nicht verpflichtet, Aussagen bei der Polizei zu machen. Davon kann auch nur dringend abgeraten werden. Eine Erklärung „ins Blaue hinein“ ist gerade im Sexualstrafrecht mit Gefahren verbunden, zumal Sie die Ermittlungsergebnisse nicht kennen. Eine sinnvolle Erklärung kann daher erst nach Kenntnis der vollständigen Ermittlungsakte und nach Kenntnis der übrigen Zeugenaussagen erfolgen – insbesondere bei einer „Aussage-gegen-Aussagen“-Konstellation.

Auf eine Vorladung sollte daher nie selbst, sondern immer der Hilfe eines spezialisierten Rechtsanwalts reagiert werden. In vielen Fällen kann die Einstellung des Verfahrens erreicht werden. 

Geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass ein sogenannter „hinreichender Tatverdacht“ einer Sexualstraftat vorliegt, erhebt sie Anklage beim zuständigen Amtsgericht oder Landgericht. Die Anklageschrift wird dann über das Gericht dem Betroffenen zugesandt. In der Anklage ist der ermittelte Sachverhalt und damit die vorgeworfene Tat benannt. 

Mit der Anklage wird dem Angeschuldigten aufgegeben, binnen einer Frist eine Stellungnahme abzugeben oder Beweismittel zu benennen. Wichtig: Sie sind nicht verpflichtet, hier Angaben zu machen. Auch in diesem Verfahrensstadium kann nur davon abgeraten werden, selbstständig ein Schreiben an das Gericht zu senden. Dies verschlimmert die Sache regelmäßig nur noch. In vielen Fällen konnte ein Tatnachweis nur deshalb geführt werden, weil die Beschuldigten in einem Schriftsatz an das Gericht „die Sache klar stellen wollten.“

Liegen die Voraussetzungen vor, kann die Beiordnung als Pflichtverteidiger beantragt werden.

Die Übersendung der Anklageschrift macht deutlich, dass die Staatsanwaltschaft nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen davon ausgeht, dass eine Verurteilung erfolgen wird. Spätestens jetzt sollte ein erfahrener Anwalt für Strafrecht mit der Sache beauftragt werden. Im Sexualstrafrecht drohen lange Freiheitsstrafen und die gesellschaftliche Ächtung.

Im Folgenden wird das Gericht über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden und einen Termin zur Hauptverhandlung bestimmen. Im Hauptverhandlungstermin erfolgt die Beweisaufnahme. Hier werden die vorhandenen Zeugen geladen. Die Vernehmung der Zeugen ist das Kernstück des Strafprozesses. Am Ende der Beweisaufnahme steht ein Urteil, welches wiederum mit einem Rechtsmittel angefochten werden kann.

Bei vielen Delikten im Sexualstrafrecht handelt es sich um sogenannte „Verbrechen“. Dies bedeutet, dass das Delikt mit einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr bedroht ist. Dies veranlasst die Staatsanwaltschaft häufig dazu, die Untersuchungshaft und einen Haftbefehl gegen den Beschuldigten bei Gericht zu beantragen. Der Beschuldigte wird anschließend – ohne Vorwarnung – von der Polizei aufgegriffen und in die nächstgelegene JVA verbracht.

Der Haftbefehl wird in der Regel formelhaft mit der möglichen „Fluchtgefahr“, „Verdunklungsgefahr“, „Wiederholungsgefahr“ oder mit der hohen Straferwartung im Falle einer Verurteilung begründet.

Gegen die Untersuchungshaft kann Haftprüfung beantragt oder Haftbeschwerde eingelegt werden.

Wird vermutete, dass sich Beweismittel in der Wohnung der beschuldigten Person befinden, wird ein Durchsuchungsbeschluss beantragt und eine Hausdurchsuchung angeordnet. Als Beweismittel kommen bei dem Vorwurf einer sexuellen Nötigung, einer Vergewaltigung oder eines sexuellen Missbrauchs etwa DNA-Spuren auf Bettdecken, Matratzen oder der Kleidung in Betracht – Bei dem Vorwurf des Besitzes oder der Verbreitung kinderpornografischer Schriften wird regelmäßig nach Computern, Laptops, Festplatten, Kameras oder anderen Speichermedien gesucht.

 

Das Sexualstrafrecht behandelt einen besonders intimen und sensiblen Bereich – Für Opfer, wie für Angeklagte, sind die Prozesse mit besonderen Belastungen verbunden und können weitreichende Folgen für das gesamte Leben haben.

Eine Besonderheit der Strafverfahren ist die meist schlechte Beweislage. Sexualdelikte spielen sich in der Regel hinter verschlossenen Türen und ohne weitere Zeugen ab. Auch eindeutiges Beweismaterial – z.B. objektive Verletzungen, Videomaterial etc. – liegt oft nicht vor. Zudem werden Taten oft sehr zeitversetzt angezeigt, sodass die Tat manchmal schon Jahre zurück liegt. Vielfach steht den Ermittlungsbehörden allein die Aussage des einzigen Zeugen oder der einzigen Zeugin zur Verfügung – Es steht Aussage gegen Aussage.

Auch wenn viele Beschuldigte davon ausgehen, dass es bei einer Aussage-gegen-Aussage-Konstellation zwingend zu einem Freispruch kommen müsse, ist dies vollkommen falsch und geht an der juristischen Realität vorbei. Es ist kein Geheimnis dass der Aussage eines vermeintlichen Opfers zunächst mehr Glauben geschenkt wird als die Aussage des „nur“ bestreitenden Angeklagten. Und das, obwohl die Quote von Falschbeschuldigungen bei Sexualstraftaten besonders hoch ist.

Das Strafverfahren hat folglich zu prüfen, ob die Aussage des (oftmals einzigen) Zeugen glaubhaft ist. Notfalls muss dis über ein Gutachten eines Sachverständigen erfolgen. Sowohl dem Anwalt der Verteidigung als auch dem Rechtsanwalt der Nebenklage kommt im Prozess eine besondere Bedeutung zu.

Aufgrund dieser schwierigen Konstellation kommt dem Rechtsanwalt als Strafverteidiger hier eine besonders wichtige Rolle zu.

Sexualdelikte gelten im Allgemeinen als schwere Verbrechen und werden entsprechend hart bestraft. Auch die Auswirkungen auf das private und berufliche Leben können mitunter sehr unangenehm sein und sich sogar dann deutlich bemerkbar machen, wenn sich Tatvorwürfe am Ende nicht bestätigen. Mögliche Konsequenzen sind:

Freiheitsstrafen:
Auch bei Ersttätern sind im Sexualstrafrecht lange Freiheitsstrafen möglich. Es drohen je nach Schwere der Tat Haftstrafen bis zu 15 Jahren oder gar lebenslänglich. Viele Delikte sehen ausschließlich Freiheitsstrafen vor! Dabei kann eine Freiheitsstrafe ab zwei Jahren nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt werden.

Sicherungsverwahrung
Bei Wiederholungstätern kann im Anschluss an die verhängte Freiheitsstrafe die Sicherungsverwahrung angeordnet werden.

Einreiseverbot
Eine Verurteilung wegen eines Sexualdelikts führt zu einem faktischen Einreiseverbots für eine Vielzahl von Ländern, z.B. USA

Zahlung von Schmerzensgeld:
Im Sexualstrafrecht sind hohe Schmerzensgeldforderungen im vier- bis fünfstelligen Bereich keine Seltenheit. Die Verletzten können ihre Forderungen direkt im Strafverfahren geltend machen.

Einträge im Führungszeugnis:
Eine Verurteilung wird in der Regel ins Führungszeugnis eingetragen. Man gilt als „vorbestraft“. Die Vorstrafe wird im Bundeszentralregister und im Führungszeugnis länger gespeichert – oftmals bis zu 20 Jahre!

Berufsverbot:
Gibt es bei der begangenen Tat einen Bezug zum Beruf des Täters, kann ein Berufsverbot ausgesprochen werden.

Rufschädigung und Existenzverlust:
In vielen Fällen führt die Verurteilung als Sexualstraftäter zu einer gesellschaftlichen Ächtung. Die berufliche und damit finanzielle Existenz ist gefährdet. Auch das private Umfeld wendet sich häufig ab.

Beschuldigter in einem Sexualstrafverfahren zu sein, ist eine Ausnahmesituation. Neben den strafrechtlichen Konsequenzen, sind auch negative Folgen im Privat- und Berufsleben zu befürchten – unter Umständen sogar dann, wenn es gar nicht zu einer Verurteilung kommt.

Es bestehen viele Fragen und Befürchtungen, die es zu unbedingt zu klären gilt.

Unabhängig davon, ob Sie zu Recht beschuldigt wurden oder nicht, benötigen Sie deshalb einen geeigneten, qualifizierten Rechtsbeistand an Ihrer Seite, der weiß, wie Sie sich jetzt am besten verhalten und welche Schritte einzuleiten sind. Wenn Sie sich an einen entsprechend spezialisierten Strafverteidiger, also einen Rechtsanwalt für Strafrecht, wenden, brauchen Sie keine Hemmungen haben, sich diesem anzuvertrauen. Dies sollten Sie auch schnellstmöglich tun, damit Fehler im Verfahren von Anfang an vermieden werden können, und die negativen Konsequenzen für Sie möglichst gering bleiben. In jeden Fall sollten Sie sich von einem Anwalt beraten lassen, noch bevor Sie überhaupt daran denken, den Ermittlungsbehörden gegenüber eine Aussage zu machen. 

Das sagen unsere Mandanten

Herr Kujus übernam die Verteidigung in einer für mich sehr unangenehmen Angelegenheit und führte sie souverän zu einem sehr akzeptablen Ergebnis. Die Kommunikation mit der Kanzlei erfolgte stets schnell und unkompliziert. All meinen Anliegen wurde voll entsprochen. Top: 10/10.
Mark W.
Vielen Dank. Ich wurde sehr gut beraten und bedanke mich sehr für Ihre Hilfe. Sehr gerne werde ich Sie besten Gewissens weiter empfehlen.
Tino K.
Die Kanzlei Kujus hat mein Anliegen sehr schnell und zuverlässig bearbeitet, auf Nachfragen umgehend und ausführlich geantwortet. Neben dem positiven Ergebnis in meinem Fall hat diese offensichtliche Kompetenz sehr zu meiner Beruhigung beigetragen - ein überaus zufriedenstellender Service.
Hannes S.
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